Der Jumpstyle

Wie jede Musikrichtung auf dieser Welt, hat auch die Technomusik in den letzten 20 - 30 Jahren verschiedene Tanzstile hervorgebracht. Am bekanntesten dürfte dabei wohl der Break Dance sein.

Nicht nur die Musik erfand sich immer wieder neu, nein auch die Tanzstile wurden immer wieder verfeinert
und verbessert. Und so entwickelten sich in den letzten zehn Jahren zu einer von viel Rhythmus und Beat geprägten Musik, hauptsächlich zwei Tanzrichtungen mit diversen Unterarten - der Shuffle und der Jumpstyle.

Wie bei vielen anderen Dingen waren die USA und Asien Vorreiter, aber auch Europa fand schnell Anschluss und entwickelte eine sehr große Szene. Bemerkenswert ist, dass der Jumpstyle auf der ganzen Welt gleich getanzt wird obwohl es eine Menge Möglichkeiten der eigenen Interpretation gibt. Die Art und Weise der Veranstaltungen ist die Selbe und die Freude und der Spaß der Tänzer sind überall gleich.

Was unterscheidet nun beide Tanzarten. Interessant ist, dass die meisten Tänzer beide Tanzstile beherrschen. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass die Tänzer mit dem einfacheren Shuffle ihre Karriere begonnen haben und dann zum Jumpstyle gewechselt sind. Wobei der Shuffle zwischendurch immer wieder als "Erholungsphase" gepflegt wird. Es gibt aber auch echte Shuffle Events mit entsprechenden Wettkämpfen. Diese Veranstaltungen sind aber eher im kleinen Rahmen zu sehen, weswegen man sehr viele Shuffler bei Jumpstylemeetings sieht und damit ein friedliches Nebeneinander.

Shuffle ist ein leichter rhythmisch geprägter Tanz, bei dem die Füße auf dem Boden gleichmäßig gedreht werden, neben leichtem aufstampfen und Körperdrehungen. Wie beim Jumpstyle sind die Bewegungen außer beim Freestyle festgelegt und werden bei Wettkämpfen bewertet. Der Tanz sieht bei Profis aus, als würden sie auf dem Boden dahinschweben. (bekanntester Shuffler dürfte "Francis" sein - geben sie als Suchbegriff in ihrer Suchmaschine Francis Shuffle ein)

Jumpstyle ist geprägt durch "jumpen" also springen, hüpfen in rhythmischen Bewegungen zur Musik, verfeinert mit kleinen Tricks, wie Bein anwinkeln oder "Spins", also Drehungen. Beim Freestyle darf und kann jeder Tänzer seine eigenen Tricks dazubringen, welche durchaus als schwierig zu verstehen sind.

Besonders sehenswert ist der Jumpstyle im Duett oder in der Gruppe, wenn die Tänzer ähnlich einem Ballet die gleichen Bewegungen ausführen. Der Höhepunkt dessen ist dann der Hardjump, der einzeln oder in der Gruppe (oder einem so genannten Massenjump) gezeigt wird und bei dem das Springen dann übertrieben dargestellt wird. (Beispiel Suchmaschine - Jumplords)

Prägend für alle Tänzer sind ihre "Uniformen". So tragen die Shuffler meist weite Hosen mit bunten Laserstreifen und herabhängenden Hosenträgern, während es die Jumper etwas dezenter mögen und in der Gruppe gleiche T-Shirts tragen, meistens mit dem Logo der jeweiligen Crew.
Bei beiden Tanzarten gibt es Wettkämpfe, welche dann in Videoform im Internet präsentiert werden, wobei sich bei den Jumpern verschiedene weltweite Ligen entwickelt haben um sich im Wettkampf zu messen. Diese Wettkämpfe können dann durchaus über Wochen oder Monate gehen, entsprechend der Teilnehmerzahl.


(C) Dipl.-Ing. Udo Krohnfuß, Sassnitz - Germany